Ältere Frau kocht mit 2 Kindern in der Küche

Bild: ©iStock/Petar-Chernaev

Die Küchenpartie in Niedersachsen – Materialienband für gemeinsame Kochaktionen

Küchenpartie in Niedersachsen – So gelingt die Umsetzung!

In gemeinsamen Kochaktionen treffen sich alle Menschen, die Freude an Kochen und Essen in Gesellschaft haben. Mit dem Aktionen-Konzept und den Rezepten des Leitfadens „Die Küchenpartie mit peb“ entdecken die Teilnehmenden unter Anleitung vielfältige Möglichkeiten der Lebensmittelzubereitung. Das stärkt die eigenen Ernährungskompetenzen. Der Spaß steht dabei immer im Vordergrund und gleichzeitig wird das soziale Miteinander gefördert.

Drei mögliche Formate
Je nach Zielgruppe, Räumen und örtlichen Gegebenheiten kann die Küchenpartie unterschiedlich gestaltet werden:

1. Kinder und Jugendliche kochen miteinander
Gleichaltrige treffen sich in der Küche, probieren Rezepte aus, lernen Grundlagen des Kochens und entdecken, wie sie ihren Alltag mit einfachen, gesunden Mahlzeiten gestalten können. Hier steht auch im Mittelpunkt, Selbstständigkeit und Verantwortungsgefühl zu stärken.

2. Ältere Menschen kochen unter sich
Seniorinnen und Senioren kommen zusammen, um gemeinsam zu kochen, sich auszutauschen und neue Impulse für eine genussvolle, bedarfsgerechte Ernährung im Alter zu bekommen. Gleichzeitig werden soziale Kontakte gepflegt und Einsamkeit vorgebeugt.

3. Generationen kochen gemeinsam
Kinder und Jugendliche kochen zusammen mit Seniorinnen und Senioren in generationenübergreifenden Koch-Teams. Alle bringen ihre Erfahrungen und Fragen ein: traditionelle Rezepte treffen auf neue Ideen, praktische Alltagstipps auf frische Perspektiven. So entstehen wertvolle Begegnungen und gegenseitiges Lernen. Bewährt haben sich Teams aus 6-12 Teilnehmenden: Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahren und Seniorinnen und Senioren mit Grundfertigkeiten beim Kochen.

Kochgruppe sitzt am Essenstisch (Zeichnung)

Bild: ©Paula Föhr/VeSeN

Wer kann aktiv werden?

Die Küchenpartie braucht Menschen und Einrichtungen vor Ort, die Lust haben, ein solches Kochangebot zu organisieren. Das können zum Beispiel sein:

  • Soziale Einrichtungen, Mehrgenerationenhäuser, Bürger- oder Seniorentreffs
  • Schulen, Volkshochschulen und Einrichtungen der Familienbildung
  • Vereine, Initiativen oder engagierte Einzelpersonen

Sie übernehmen die Rolle der Einladenden: Sie wählen ein oder mehrere Formate aus, planen Ort und Zeit, kümmern sich um die Teilnehmenden und sorgen dafür, dass die Rahmenbedingungen für eine gelungene Kochaktion stimmen.

Unterstützung einholen
Die Umsetzung der Kochaktionen können Sie möglicherweise nicht alleine stemmen. Holen Sie sich Unterstützung!

Wo kann die Küchenpartie stattfinden?

Der Platz und die Ausstattung der Räumlichkeiten legen fest, wie viele Personen dabei sein können und was zubereitet werden kann. Idealerweise gibt es eine Küche mit mehreren Kochstellen und dazu einen schönen Platz zum gemeinsamen Essen. Der Ort sollte für die Teilnehmenden gut zu Fuß oder per ÖPNV erreichbar sein. Denkbar sind soziale oder andere öffentliche Einrichtungen, wie Schulen, die über eine Lehr- oder Übungsküche verfügen. Weitere Ideen für Räumlichkeiten, die oft eine Küche besitzen sind:

  • Mehrgenerationenhäuser
  • Familienbildungsstätten
  • Vereinsheime
  • Seniorenbegegnungsstätten
  • Nachbarschaftszentren
  • Gemeindehäuser
  • uvm.

Wo kann ich Lebensmittel für die Kochaktionen anfragen?

  • Örtliche Handelsunternehmen/Supermärkte
  • Örtliche Produzenten/Bauern
  • Tafel e.V.
  • foodsharing
  • Wochenmärkte
Vorderseite des Materialband-Ordners

Bild: ©Paula Föhr/VeSeN

Gerne unterstützen wir Sie bei der Planung Ihrer Kocherlebnisse!

Wie der Ordner unterstützt!
Der Ordner zur Küchenpartie bietet dafür ein praxistaugliches Konzept mit Ideen, Tipps und Rezepten. Er unterstützt bei der Planung und Durchführung – unabhängig davon, ob Kinder und Jugendliche, ältere Menschen oder mehrere Generationen zusammen kochen. Mit seiner Hilfe lässt sich eine kleine „Test-Küchenpartie“ genauso gut umsetzen wie eine regelmäßige Reihe.
So wird es leicht, über das Kochen Begegnung zu schaffen, Gesundheitskompetenzen zu stärken und Freude an einer ausgewogenen Ernährung zu vermitteln – Schritt für Schritt, passend zu den Menschen vor Ort.

Wer kann den Ordner anfordern?

Lokale Initiativen in Niedersachsen, die konkrete Kochaktionen planen und so generationsübergreifend Ernährungskompetenzen und soziales Miteinander stärken wollen, können Sie sich bei uns gerne bewerben: vns-senioren-ni@dge.de


Wir schulen Sie zum Einsatz des Ordners und Planung einer Kochaktion. Schreiben Sie uns an und legen Sie los!

 

Wir danken der Vernetzungsstelle Brandenburg für die Bereitstellung der Materialien.

Auch interessant

Titelseite der Informationsbroschüre "Essen und Trinken im Alter" dreimal nebeneinander platziert.

Informationsbroschüre
DGE-Praxiswissen

Titelseite "DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung mit "Essen auf Rädern" und in Senioreneinrichtungen". Abgebildet ist ein gemeinsames Essen in einem Speisesaal.

Verpflegung mit „Essen auf Rädern“
und in Senioreneinrichtungen

Projektlogo "Fit im Alter - Gesund essen, besser leben". Abgebildet ist ein rotes Rechteck mit einer Erdbeere.

IN FORM
in der Gemeinschaftsverpflegung